30.05.2018 / Feuilleton / Seite 6 (Beilage)

Die neue Form

»Gebt dem Kinde das Ausmaß an Freiheit, das ihr für euch fordert« – eine Erinnerung an die Pädagogin und Psychoanalytikerin Lili Esther Roubiczek-Peller

Christiana Puschak

»Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.« (Maria Montessori)

Zeitlebens war die italienische Ärztin und Reformpädagogin Maria Montessori (1870–1952) tief berührt von den vielen vernachlässigten, oft verwahrlosten Kindern, denen sie schon früh begegnete. Um diesen »würdelosen Zustand« zu verändern, entwickelte sie eine »Päd­agogik vom Kinde aus«, mit der sie weit über die Grenzen Italiens hinaus bekannt wurde.

Weniger bekannt sind die beiden Frauen, die Montessoris Lehren in Berlin und in Wien verbreiteten: Die Lehrerin Clara Grunwald (1877–1943, ermordet in Auschwitz) und die Pädagogin und Psychoanalytikerin Lili Esther Roubiczek- Peller (1898–1966).

Roubiczek war die Tochter eines Prager Textilfabrikanten. Ihre Eltern wollten zwar für sie eine gute Ausbildung, doch sie interessierten sich mehr für ihren Bruder als für Lilis Wünsche und Ideen. Ihre Hauptbezugsperson wurde das tschechische Kinder...

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