30.05.2018 / Feuilleton / Seite 3 (Beilage)

Jenseits von Gut und Geld

Barbara Bleisch erklärt, warum Eltern keinen Anspruch haben, von erwachsenen Kindern für ihre Mühen »entschädigt« zu werden

Jana Frielinghaus

Unfassbar viel hat sich in den letzten 50 Jahren im Verhältnis von Kindern und Eltern gewandelt. Vieles ist vor allem deshalb leichter geworden, weil Nachwuchs zu haben kein Schicksal mehr ist. Abgesehen davon wurden Sozialsysteme erkämpft, die dafür sorgten, dass zumindest in den Industriestaaten die meisten Menschen hinsichtlich der Absicherung im Alter nicht mehr auf die Familie zurückgeworfen sind. All das hat dazu beigetragen, dass das Familienleben heute weniger mit Erwartungen überfrachtet ist. Leute, die heute Kinder großziehen, tun das überwiegend freiwillig und mit Freude, obwohl es noch immer eine kräftezehrende Angelegenheit ist. Die Vorstellung, als Erwachsene müssten Söhne und Töchter etwas »zurückgeben«, dürfte es nur noch bei einer Minderheit in der heutigen Elterngeneration geben.

Als mein erstes Kind da war, bekam ich von meiner Cousine eine Karte mit diesem Spruch von Khalil Gibran aus dem Werk »Der Prophet« geschenkt. Ich wette, Tausen...

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