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25.04.2018 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 4 (Beilage)

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In den USA erzwingen Lehrerproteste mehr Geld für die Bildung – und bringen Leben in die Gewerkschaftsbewegung

Stephan Kimmerle, Seattle

Ende März gestand das Parlament im US-Bundesstaat Oklahoma den Lehrern 6.100 Dollar mehr Lohn im Jahr zu. Doch anschließend geschah etwas bemerkenswertes: Am 2. April traten die Lehrkräfte trotzdem für zwei Wochen in den Streik, um ihre Forderungen nach 10.000 Dollar mehr Gehalt und mehr Geld für Bildung durchzusetzen. Das Ergebnis: Im US-Staat Kentucky fließen ab 2019 Millionen mehr in die Schulen. Mit wilden Streiks – einer in den USA illegalen Arbeitskampfform – und Besetzungen des Parlamentsgebäudes in Frankfort, der Hauptstadt Kentuckys, erzielten die Beschäftigten Zugeständnisse. Angesichts der Welle von Aktionen in weiteren Bundesstaaten reichten Proteste vor Schulbeginn aus, um den Gouverneur von Arizona dazu zu bewegen, den Lehrern Lohnerhöhungen von zwanzig Prozent bis zum Jahr 2020 zu versprechen.

Angestoßen wurde die Streikbewegung durch einen neuntägigen Ausstand aller Schulbeschäftigten in West Virginia. Dieser war nach dortigem Recht ebenfa...

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