04.04.2018 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 6 (Beilage)

Mit der Abstimmung drohen

Nicht immer greifen Schweizer Gewerkschaften auf den Arbeitskampf zurück, um Verschlechterungen abzuwehren. Ihnen bleiben auch Mittel der direkten Demokratie

Florian Sieber

In den zurückliegenden Jahren hat vor allem ein Kampf die Schweizer Einzelhandelsbranche umgetrieben: der um die Ladenöffnungszeiten. Bürgerliche Parteien und Wirtschaftsverbände wollen eine weitere Deregulierung durchsetzen. Dagegen laufen die Gewerkschaften Sturm, die in dieser Frage das Verkaufspersonal hinter sich haben.

Wie wenig das Personal solche Aufweichungen der bestehenden Regelungen goutiert, zeigt ein Beispiel aus dem Jahr 2016. Kurz zuvor war die rechtspopulistische Schweizerische Volkspartei aus den Parlamentswahlen gestärkt hervorgegangen. Nun nutzten bürgerliche Parteien die neuen Kräfteverhältnisse im Nationalrat, der ersten Kammer des Parlaments, um ein Gesetz zu verabschieden, das Geschäften im ganzen Land Öffnungszeiten von 6 Uhr bis 20 Uhr erlaubte. Bis dahin waren die Grenzen in den Kantonen festgelegt worden – und lagen teils deutlich darunter. Auf den Vorstoß reagierte die Unia mit einer Umfrage beim Verkaufspersonal. Von den 2.50...

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