04.04.2018 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 2 (Beilage)

In der Offensive

Der Sommer könnte heiß werden: Die Bauarbeiter rüsten sich zum Kampf. Es geht um Renten, Löhne und einen besseren Tarifvertrag

Ralph Hug

Draußen war’s bitterkalt. Aber drinnen ging die Stimmung hoch. Im Casinotheater im Städtchen Olten versammelten sich Ende Februar dreihundert Vertrauensleute der Gewerkschaft Unia. Bauarbeiter aus allen drei Sprachregionen der Schweiz. Doch Deutsch war wenig zu hören im Saal. Einer, der es spricht, ist Nico Lutz, bei der Unia verantwortlich für den Sektor Bau. »Kollegen, es geht um alles!« ruft Lutz. Da wissen die Kollegen um den Ernst der Lage – denn »alles«, das ist nicht nur ein höherer Lohn, sondern auch die Möglichkeit, früher in Rente zu gehen. Dinge, um die gekämpft werden muss. Und kämpfen, das können die Bauarbeiter der Schweiz.

Auf ihren Baustellen dominieren Italienisch, Portugiesisch und Französisch, denn im Bauhauptgewerbe geben Einwanderer den Ton an. Und das seit über hundert Jahren. Nicht nur bauten Italiener im 19. Jahrhundert die großen Bahntunnel im Alpenland. Sie errichteten auch Staudämme, Autobahnen und Konzernzentralen. Später kamen...

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