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15.03.2018 / Feuilleton / Seite 14 (Beilage)

Nicht schon wieder

Ein italienischer Philosophielehrer hat ein eklektisches Potpourri über Marx geschrieben

Daniel Bratanovic

Verlage, man hat sich längst daran gewöhnt, loben ihre Bücher in allerhöchsten, oft genug schrillen Tönen. Aus betriebswirtschaftlicher Perspektive ist das verständlich, schafft aber notwendig Gräben zwischen Verheißung und Lektüre. Manchmal klaffen Abgründe. Wenn von einem nicht einmal 100-Seiten-dicken, großzügig bedruckten Bändchen gesagt wird, es liefere »einen neuen Schlüssel zum Verständnis des ›Kapital‹«, sind Zweifel geboten. Wenn dann auch noch der Verfasser des Vorworts meint, »wir brauchen einen von Heidegger vermittelten Marx«, »wir müssen Marx auf Heidegger aufpfropfen«, wäre nach Maßgabe der Freiwilligkeit bereits auf Seite elf der Zeitpunkt erreicht, das Büchlein entkräftet aus der Hand fallen zu lassen. Doch versprochen ist versprochen, eine Rezension soll her.

Diego Fusaro, den die italienische Tageszeitung La Repubblica als »vielversprechenden« europäischen Nachwuchsphilosophen ausgemacht hat, legt ein Bekenntnis zu Marx ab und findet...

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