15.03.2018 / Feuilleton / Seite 12 (Beilage)

»Um Gottes Willen, ist das was Herrliches«

Ein Tausendsassa des Glücks: Endlich gibt es eine Biographie des Künstlers Walter Spies

Ingo Flothen

Wie wird man eigentlich ein Liebling der Götter? Kann man das überhaupt werden? Oder muss man es nicht vielmehr von Geburt an sein? Und wenn letzteres, was sind dann die Zeichen? Blaue Augen, Herzensgüte, Aristokratie? Vielleicht ist es der geglückte Tod, der uns gottgleich macht: »Er saß ganz ruhig da und rauchte seine Pfeife, als das Schiff unterging.« In einer anderen Version spielte er gar Klavier. Ob gutes Aussehen, noble Herkunft oder das gelungene Entschwinden, der Künstler Walter Spies hatte alles – und mehr. Er war ein Götterkind, »a romantic figure«, wie Charlie Chaplin sagte. Und ist bis heute eine Legende. Vergessen zwar, aber Legende.

Doch nun – dem Autor Michael Schindhelm sei Dank – hat ihn eine Biographie zu neuem Leben erweckt. Wer also war dieser Mann? Walter Spies wurde 1895 in Moskau geboren, wo er als Sprössling einer kultivierten Dresdner Kaufmannsfamilie aufwächst. Im Ersten Weltkrieg wird er, schließlich ist er Deutscher, in den Ur...

Artikel-Länge: 6653 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe