07.03.2018 / Feminismus / Seite 8 (Beilage)

»Wir haben Abtreibungsgegnern zu lange das Feld überlassen«

Selbsternannte Lebensschützer arbeiten hochprofessionell und bestimmen teilweise Diskurse über Behindertenrechte und andere ethische Fragen. Ein Gespräch mit Eike Sanders und Ulli Jentsch

Jana Frielinghaus

Die Berliner Zeitung ist am 26. Februar in einem Kommentar auf die Bundestagsdebatte zum »Werbeverbot« für den Schwangerschaftsabbruch eingegangen – und hat die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry für ihren Diskussionsbeitrag gelobt. Sie habe gewarnt, eine Abtreibung könne für eine Frau eine tiefe seelische Krise bedeuten. Die psychischen Folgen des Eingriffs werden von Abtreibungsgegnern häufig thematisiert …

Eike Sanders (E. S.): Die »Le­bens­schutz«-Bewegung warnt immer vor dem ­sogenannten Post Abortion Syndrome, kurz PAS. Das hat sie, zugespitzt gesagt, erfunden, um herauszustellen, dass bei einer Abtreibung nicht nur ein Kind »ermordet« werde, sondern dass das zweite Opfer immer die Frau sei. Da wird regelrecht eine Zwangsläufigkeit konstruiert, nach der sie den Schwangerschaftsabbruch bereuen, oft ihr ganzes Leben lang, unter dem Verlust ihres »Kindes« leiden, Depressionen bekommen. Frauke Petry ist bisher nicht in die »Lebensschutz«-Bewegung eingebu...

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