Gegründet 1947 Donnerstag, 21. März 2019, Nr. 68
Die junge Welt wird von 2173 GenossInnen herausgegeben
07.02.2018 / Thema / Seite 12 (Beilage)

Raub eines ganzen Kontinents

Nahrungsmittel, Bodenschätze und billige Arbeitskräfte – wie sich Ausbeutung und Umweltverschmutzung in Afrika für das internationale Kapital rentieren

Nnimmo Bassey

Ich möchte mit einer Bemerkung beginnen, die der US-Präsident vor kurzem gemacht hat. Er sagte, afrikanische Länder seien Dreckslöcher, »Shitholes«. Warum denkt jemand, dass Haiti oder ein afrikanisches Land Dreckslöcher sind? Wie kann man so denken? Und wie wird ein solches Denken die Beziehungen zwischen den Staaten beeinflussen? Sie stimmen sicherlich mit mir überein, dass jemand, der denkt, Afrika sei ein Drecksloch, wirklich ein Problem hat – beziehungsweise kein Problem. Kein Problem damit, eben diesen Kontinent auszuplündern, zu zerstören, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben.

Wenn jemand Macht innehat, ohne Rechenschaft ablegen zu müssen, bedeutet dies, dass diejenigen, die unter dieser Machtausübung leiden, ausgebeutet werden können, ohne Rechtsmittel einlegen zu können. Das ist Kolonialismus. Der sogenannte Neokolonialismus unterscheidet sich hier überhaupt nicht vom Kolonialismus, denn er ist ebenso mit militärischer Macht durchgesetz...

Artikel-Länge: 16118 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €