07.02.2018 / Thema / Seite 6 (Beilage)

Koloniale Kontinuität

Deutscher Imperialismus in Afrika von 1871 bis 2017 – Genozid, Konkurrenzkampf und neuerdings auch Flüchtlingsabwehr

Jörg Kronauer

Die Bundesregierung hat Afrika in jüngster Zeit auf ihre Tagesordnung gesetzt. Ein Beispiel: Der Kontinent ist eines der zentralen Themen der deutschen G-20-Präsidentschaft gewesen, die zum 1. Dezember letzten Jahres zu Ende gegangen ist. Wie üblich sind da viele schöne Worte zu hören gewesen: Man wolle eine »Partnerschaft mit Afrika« eingehen, hieß es etwa nach dem G-20-Gipfel im Juli in Hamburg. Man müsse endlich die »Fluchtursachen bekämpfen«, die immer mehr Menschen aus Afrika nach Europa trieben. Berlin hat dazu im Rahmen der G 20 ein Programm namens »Compact with Africa« verabschieden lassen, das die Zusammenarbeit wohlhabenderer Staaten wie etwa Deutschland mit zumindest einigen afrikanischen Ländern deutlich intensivieren soll. Die miserablen Verhältnisse, die immer mehr Menschen auf die Flucht treiben, sollen endlich angepackt werden: So lautet die Botschaft, die das politische Establishment lauthals verbreitet.

Wenn man sich mit Menschen unte...

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