Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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25.10.2017 / Feuilleton / Seite 2 (Beilage)

Der Rebsaft und sein Wert

Zur politischen Ökonomie des Weinbaus

Reinhard Lauterbach

Der Reichtum der Winzer, welche kapitalistischen Weinbau betreiben, erscheint als ungeheure Flaschensammlung, die einzelne Flasche als seine Elementarform. Unsere Untersuchung beginnt daher mit der Analyse der Flasche.

Für die einzelne Flasche Wein gelten zunächst alle Gesetze, die Karl Marx im »Kapital« für die Warenproduktion entwickelt hat. Sie ist – anders als für den Kunden – für ihren Produzenten kein Gebrauchswert, weshalb Winzer, die ihren eigenen Wein zu gern trinken, meist ökonomisch keinen besonderen Erfolg haben. Vielmehr ist sie Mittel, fremdes Geld anzuziehen, um das in ihr vergegenständlichte Kapital zu realisieren. Sie muss ihre Produktionskosten einspielen – also einen anteiligen Beitrag zur Finanzierung des Unternehmens Weingut beitragen.

Das Kapital des Winzers

Das Kapital eines Winzers ist zunächst einmal der Grund und Boden, auf dem seine Weine wachsen. Meist ist er – in Deutschland – geerbter oder zusammengeheirateter Familienbesitz....

Artikel-Länge: 9450 Zeichen

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