20.09.2017 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 7 (Beilage)

Über Stunden reden

Wann beginnt, wann endet der Arbeitstag? Diese Frage dürfen Beschäftigte und Gewerkschaften nicht den Unternehmern überlassen. Ein Kommentar

Jutta Krellmann

Den Unternehmern ist es gelungen, die Löhne trotz steigender Produktivität nicht mehr anzuheben. Jetzt versuchen sie, weitere Profitsteigerungen über die Entgrenzung, Verdichtung und Verlängerung der Arbeitszeit zu realisieren. Die Debatte um die Digitalisierung und die damit angeblich einhergehende Notwendigkeit einer »flexibleren« Arbeitsorganisation fungiert dabei als Türöffner für einen Angriff auf das Arbeitszeitgesetz.

In der aktuellen Diskussion wird übersehen, dass es dabei auch um die Ausweitung der Kontrolle und der Verfügungsgewalt über die Beschäftigten sowie deren Lebenszeit geht. Wer jedoch eine solidarische und gerechtere Gesellschaft will, muss für mehr Zeitsouveränität und kürzere Arbeitszeiten für alle abhängig Beschäftigten eintreten.

Die Bundesregierung feiert sich für die Reduzierung der Erwerbslosenzahlen und für den absoluten Höchststand an Beschäftigung mit 44 Millionen Menschen in Deutschland – die deutsche Wirtschaft feiert mit. ...

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