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08.05.2017 / Inland / Seite 5 (Beilage)

Pegida vor dem Aus?

Nach zweieinhalb Jahren sind die Aufmärsche in Dresden kleiner geworden. Antirassisten sehen sie aber als Auslöser der rechten Gewaltwelle

Steve Hollasky

Seit zweieinhalb Jahren marschieren in der sächsischen Landeshauptstadt jeden Montag die »Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes« (Pegida). Ursprünglich waren die Aufmärsche eine Reaktion auf Solidaritätsdemonstrationen von Kurdinnen und Kurden für die Stadt Kobani in Nordsyrien: Pegida-Initiator Lutz Bachmann griff mit seinen rassistischen Umzügen gerade jene an, die am entschlossensten gegen den Terror des »Islamischen Staates« (IS) kämpften und kämpfen. Folglich war es also kaum die »Islamisierung«, die Pegida auf die Straße trieb. Die konnte in Sachsen mit einem muslimischen Bevölkerungsanteil von weniger als einem Prozent ohnehin nur halluziniert sein.

Bald nahmen bis zu 20.000 Menschen an den Aktionen von Pegida teil. Die Gründe dafür sind vielfältig: Das Feindbild von Pegida wurde zur Projektionsfläche diffuser, manchmal wirrer und manchmal ernstzunehmender Ängste vor sozialem Abstieg. Das Fehlen einer starken Bewegung von li...

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