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26.04.2017 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 6 (Beilage)

Arbeitslos? Ab zur Gewerkschaft

Wer den Erwerb verliert, braucht Unterstützung. Oft heißt das, sich mit den Bürokraten des Staats herumzuschlagen. Nicht in Belgien. Dort zahlen Arbeiterverbände die Stütze

Gerrit Hoekman

Deutsche Gewerkschaften können neidisch auf Belgien schauen. Deutlich mehr als die Hälfte der Beschäftigten sind im Nachbarland gewerkschaftlich organisiert. Damit liegt Belgien in Europa auf Rang vier, nur Schweden, Dänemark und Finnland weisen einen noch höheren Organisierungsgrad auf. Vom grassierenden Mitgliederschwund anderswo hören belgische Gewerkschafter nur, wenn sie auf internationalen Treffen mit Kollegen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammensitzen. Zum Vergleich: In der Bundesrepublik sind gerade einmal gegen 20 Prozent Mitglied ihrer Gewerkschaft, in Frankreich ist es nicht einmal mehr jeder Zehnte.

Einer der Punkte, den die dortigen von den hiesigen Verbänden unterscheidet, ist das sogenannte Genter System, benannt nach der flämischen Stadt Gent, wo es 1900 zum ersten Mal dauerhaft verwirklicht wurde. Das bedeutet in erster Linie: Die Gewerkschaften zahlen das Erwerbslosengeld aus, nicht eine staatliche Behörde wie in Deuts...

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