13.01.1998 / Ausland / Seite 0

Schlinge um Mugabes Hals wird enger

Simbabwes Regierung zwischen sozialen Protesten und IWF-Diktat

Lothar A. Heinrich

Im Dezember des letzten Jahres fand in Simbabwe der größte Streik seit der Unabhängigkeit vor 17 Jahren statt. Der Gewerkschaftsverband »Zimbabwe Congress of Trade Unions« (ZCTU) hatte dazu aufgerufen, um gegen den Beschluß der Regierung unter Präsident Robert Mugabe zu protestieren, die seit langem den Veteranen des nationalen Befreiungskrieges versprochenen Pensionen über eine Erhöhung der Steuern aufzubringen.

Der Streik war der vorläufige Höhepunkt einer Welle von entsprechenden Aktionen seit Jahresmitte, an denen sich insgesamt weit über 100 000 Lohnabhängige in den Sektoren Finanzen, Bekleidungsindustrie, Bauwirtschaft, Landwirtschaft, Hotelwesen, Transport, Sicherheit, Telekommunikation, Dienstleistungen und städtische Verwaltung beteiligt hatten. Die Proteste richteten sich im großen und ganzen gegen die Auswirkungen des »Strukturellen Wirtschaftsanpassungsprogramms«, das das Realeinkommen der Arbeiter auf nur ein Viertel vom Stand ...

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