23.03.2017 / Feuilleton / Seite 20 (Beilage)

Philosophie als Vision

Ein weiter Weg zu Marx: Der erste Band der Frühschriften von Georg Lukács ist erschienen

Daniel Göcht

Nach langem Warten wird nun endlich die Georg-Lukács-Werkausgabe weiter- und damit ein Stück in Richtung Abschluss geführt. Seit dem Erscheinen von Band 18 (»Autobiographische Texte und Gespräche«) sind mittlerweile zehn Jahre vergangen, das der noch von Luchterhand verlegten vorhergehenden Bände liegt nun bereits 35 bzw. mehr als 40 Jahre zurück. Es muss dem Bielefelder Aisthesis-Verlag – gerade angesichts des im allgemeinen eher zurückhaltenden Interesses an Lukács nach dem Ende der sozialistischen Staaten – als großes Verdienst angerechnet werden, der Werkausgabe ein neues Zuhause gegeben zu haben.

Das nun vorliegende erste Buch des ersten Bandes der Werke versammelt die (im engeren Sinne) Jugendschriften des ungarischen Philosophen und Literaturwissenschaftlers. Sie stammen aus einer Zeit, in der niemand dachte (am wenigsten er selbst), dass er einst einer der einflussreichsten marxistischen Theoretiker des 20. Jahrhunderts werden sollte. Lukács hatte ...

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