Gegründet 1947 Freitag, 3. April 2020, Nr. 80
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23.03.2017 / Feuilleton / Seite 4 (Beilage)

Die Lücken im Miteinander

Zelda Fitzgeralds gesammelte Geschichten »Himbeeren mit Sahne im Ritz«

Frank Schäfer

Francis Scott Fitzgerald war das literarische Talent seiner Frau Zelda eher suspekt. Als sie sich herausnahm, was er sich all die Jahre wie selbstverständlich herausgenommen hatte, ihr Privatleben für einen Roman auszubeuten und den an seinen Agenten zu schicken, griffen er und sein Lektor ein und strichen die für ihn peinlichsten 100 Seiten heraus. Bald darauf holte er den Psychiater Dr. Thomas Rennie, bei dem sie wegen ihrer Angststörungen und Depressionen in Behandlung war, ins Haus, um sie von einem weiteren Buch abzubringen. »Sie hatte die Vorstellung, Schriftstellerin zu werden«, erregt sich Scott in der Therapiesitzung. »Warum wollte sie Romane schreiben? Hatte sie etwas zu sagen? Nein, sie hatte nichts zu sagen.«

Er kannte Zeldas Motivation genau: Sie wünschte sich finanzielle Unabhängigkeit von ihrem alkoholsüchtigen und depressiven Mann. Das wusste Scott zu hintertreiben. Zeldas Zeitschriftenartikel und Storys ließ er sich gefallen, vor allem wen...

Artikel-Länge: 5293 Zeichen

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