11.02.2017 / Medien / Seite 8 (Beilage)

Stramme Lexikon-Gesinnung

Das Stichwort »junge Welt« bei Wikipedia erscheint etwas unproportioniert

Arnold Schölzel

Mit dem Lexikon Wikipedia verhält es sich wie mit dem Internet insgesamt: Es kann nützlich sein und ist zugleich eine Halde für Blödsinn, Werbezeug und Pöbelei. Das soll bei Wikipedia durch verschiedene Mechanismen gemildert werden, klappt aber nicht immer. Im Herbst 2015 war etwa in jW von Autor Marvin Oppong zu erfahren, dass ein Mitarbeiter des Pharmakonzerns Merck im Sinne des Unternehmens Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia-Ausgabe editierte. Anders gesagt: Er stellte PR-Texte des Unternehmens ein. Außerdem wirkte er daran mit, dass die Nazigeschichte der Firma in einem gesonderten Artikel (bis jetzt) behandelt wird. In der jW-Ausgabe vom 24. bis 26. Dezember vergangenen Jahres wiederum machte Oppong darauf aufmerksam, dass sich ein AfD-Funktionär in das höchste Entscheidungsgremium der deutschsprachigen Wikipedia-Ausgabe, das Schiedsgericht, wählen ließ und es seitdem Rücktritte hagele. Der Autor war unter dem Benutzernamen »Magister« bekannt...

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