Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Freitag, 24. Mai 2019, Nr. 119
Die junge Welt wird von 2189 GenossInnen herausgegeben
26.10.2016 / Inland / Seite 4 (Beilage)

Heraus aus der Krise!

Die Linke ist an den Universitäten in der Defensive. Der AStA der Uni Hamburg fordert, Hochschulpolitik muss als Gesellschaftskritik formuliert werden

Franziska Hildebrandt

Ein häufig geäußerter Satz unter Studierenden lautet: »Nee, ich kann nicht, ich muss lernen!« Das zeigt eine kulturelle Deformation durch die aktuelle Bologna-Studienstruktur auf: Lernen, also »die eigene Weltauffassung bewusst und kritisch auszuarbeiten und folglich (…) an der Hervorbringung der Weltgeschichte aktiv teilzunehmen« (Antonio Gramsci), verkommt durch Paukerei von vorgefertigten Wissenshäppchen zur Last. Die Folgen sind Stress und Burnout, wie es eine Studie der AOK vom 11. Oktober belegt. Das Bologna-Studium ist Teil einer neoliberalen Politik der Privatisierung und Kommerzialisierung aller gesellschaftlichen Bereiche – für die Profite einiger weniger. Diese Politik ist ökonomisch, ideologisch und politisch erschöpft. In der aktuellen, tiefen Krise des Kapitalismus, die sich darin ausdrückt, dass das Alte stirbt, aber das Neue noch nicht zur Welt kommt (Gramsci), geht es an den Hochschulen darum, die Universität im Interesse der allermeisten...

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