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26.10.2016 / Inland / Seite 1 (Beilage)

Brecht die Bildungsmonopole!

Neoliberale Umverteilung macht vor Hochschulen und Studenten nicht halt. Gegenüber einer »exzellent« ­geförderten Elite ist die Masse prekären Arbeitsbedingungen ausgesetzt

Simon Zeise

Auf den ersten Blick könnte man meinen, die linke Forderung nach Öffnung der Universitäten habe sich erfüllt. Rund 2,8 Millionen Studierende waren im vergangenen Jahr an einer Hochschule immatrikuliert. Doch schaut man genauer hin, treten neoliberale Vorzeichen zu Tage. Immer weniger Kinder aus Erwerbslosen- und Arbeiterhaushalten schaffen es, einen akademischen Bildungsabschluss zu erreichen.

Die Studienbedingungen werden zunehmend härter. Die Bundesregierung hat deren enorme Unterschiedlichkeit an den Hochschulen zementiert. Durch die »Exzellenzinitiative« werden auf der einen Seite Bildungsmonopole mit Millionen gefördert, während auf der anderen Seite Studenten in überfüllten Hörsälen sitzen, in denen der Putz von den Wänden bröckelt. Wurde dieses neoliberale Umverteilungsprogramm zunächst jeweils auf wenige Jahre befristet realisiert, gilt die Exzellenzinitiative ab 2017 auf unbestimmte Zeit. Konzerne haben immer mehr Einfluss. Im Jahr 2012 bestanden ...

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