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19.10.2016 / Feuilleton / Seite 6 (Beilage)

Die Metaphernkönigin ist zurück

Shumona Sinhas Roman »Kalkutta« ist eine einfühlsame Reise in die Vergangenheit ihrer Heimat

Ingo Flothen

Ihre Karriere begann mit einem veritablen Skandal. Und da wir Skandale lieben, freuten wir uns daran. Die indisch-französische Autorin Shumona Sinha schrieb einen schmalen Roman mit dem Titel »Erschlagt die Armen!« Unerhört! Widerlich! Und wirklich, die Welt stand Kopf, nicht nur die literarische, nicht nur die französische. Denn es ging um Flüchtlinge, um all die unglücklich Gestrandeten an europäischen Gestaden, und Sinha hatte es gewagt ... Ja, was eigentlich? Ungeschminkt und schonungslos schrieb sie ... Ja, wovon? Von der großen Lüge. Den Täuschungen und Erfindungen, den Tricksereien. Von der Migrationsbehörde als »Lügenfabrik«, vom großen Schwarzmarkt der gefälschten Papiere, den Märchengeschichten und Räuberpistolen: »Im Existenzkampf ist die Ehrlichkeit ein Luxus.« Dass die Protagonistin, sie ist Dolmetscherin im französischen »Amt für Flüchtlinge und Staatenlose« (und mit Sinha keineswegs gleichzusetzen, obwohl auch sie dort arbeitete), nur Schwi...

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