21.09.2016 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 8 (Beilage)

»Gleicher Lohn für gleiche Arbeit«

Im Oktober beginnen die Tarifverhandlungen für die Zeitarbeitsbranche. Linke Gewerkschafter fordern den DGB auf, die Gespräche nicht aufzunehmen und sich statt dessen für »Equal Pay« einzusetzen

Claudia Wrobel

Leiharbeit bietet keine Sicherheit – weder kurzfristig finanziell noch ist langfristig klar, ob man im folgenden Monat überhaupt noch eingesetzt wird. Trotzdem sind immer mehr Menschen auf diese Art der abhängigen Beschäftigung angewiesen. Fast eine Million Leiharbeiter gab es im vergangenen Jahr in der Bundesrepublik. Ihre Anzahl ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Anfang Oktober beginnen die Tarifverhandlungen für die Branche. Der DGB möchte für die prekär Beschäftigten deutliche Verbesserungen durchsetzen. Dafür, überhaupt an den Gesprächen teilzunehmen, erfährt er Kritik von linken Gewerkschaftern. In einem offenen Brief fordern sie, dass sich der DGB statt dessen für die Prämisse »Gleicher Lohn für gleiche Arbeit« stark machen soll. Auch die Bundesregierung verspricht seit Jahren gegen den »Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen« – wie sich Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) ausdrückt – vorzugehen. Vom normalen Gebrauch dies...

Artikel-Länge: 6235 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe