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01.09.2016 / Ausland / Seite 8 (Beilage)

Die verlängerte Diktatur

Kirche und Staat in Spanien wollten auch am 80. Jahrestag des Putsches nicht an die Opfer Francos erinnert werden

Carmela Negrete

Vom spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy (Partido Popular) gab und gibt es kein Wort der Verurteilung des Militärputsches von Francisco Franco 1936, auch nicht am 18. Juli, dem 80. Jahrestag. Madrid verzichtete auf eine staatliche Gedenkveranstaltung, dafür wurde im Dom von Valencia an diesem Tag eine Messe für den Diktator gelesen.

Wenigstens Katalonien veranstaltete ein Konzert zur Erinnerung an »alle Kriegsopfer«, an dem die Repräsentanten der autonomen Gemeinschaft teilnahmen. Nur der Partido Popular fand das Gedenken unangebracht und schickte keinen Vertreter.

Das alles steht für den Umgang des heutigen Spanien mit Krieg und Diktatur. Vor diesem Hintergrund wurde im Dezember 2000 in Madrid die »Asociación para la Recuperación de la Memoria Histórica« (ARMH), die »Vereinigung für die Wiedergewinnung des historischen Gedächtnisses«, von dem Soziologen Emilio Silva gegründet. Anlass war die Exhumierung von 13 Toten, die von Falangisten, Mitglied...

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