07.05.2016 / Antifa / Seite 3 (Beilage)

»Überfällig« bis »hinderlich«

Zu breit für Klartext? Linke Meinungen über das Bündnis »Aufstehen gegen Rassismus« gehen weit auseinander

Markus Bernhardt

Als Konsequenz aus den Erfolgen der AfD, die mittlerweile in acht Landtagen sitzt und in Meinungsumfragen zur Bundestagswahl als drittstärkste Partei gehandelt wird, hat sich das bundesweite Bündnis »Aufstehen gegen Rassismus« gegründet. Ende April nahmen rund 500 Menschen an einer Konferenz des Zusammenschlusses in Frankfurt am Main teil. Unterstützt wird er von Gewerkschaftsgremien, Politikern und Gliederungen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Linkspartei und Piraten sowie »antinationalen« Antifagruppen und der »Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten« (VVN-BdA).

Das Bündnis will »der rechten Hetze eine bundesweite, antirassistische Aufklärungskampagne entgegensetzen« und in Argumentationstrainings »10.000 Stammtischkämpferinnen und Stammtischkämpfer ausbilden«. Nicht alle Antifaschisten sind überzeugt von diesem Konzept.

Besonders scharf fällt die Kritik von Hans Christoph Stoodt, Sprecher der Anti-Nazi-Koordination Frankfurt a...

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