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15.06.2016 / Feuilleton / Seite 5 (Beilage)

So eng beieinander wie Bier und Korn

Volker Hauptvogel hat mit »Fleischers Blues« einen autobiographischen Roman über die phantastischen Welten des alten Westberlin geschrieben

Matthias Reichelt

In manchen autobiographisch gefärbten Romanen lassen sich Autor und Protagonist derart schwer auseinanderhalten, dass diese als Autobiographie wahrgenommen werden. Vorsichtshalber schreibt der Musiker, Kneipier und Schauspieler Volker Hauptvogel auf das Cover seines Romans »Fleischers Blues« die Worte »Unglaublich, aber wahr« und schiebt gleich noch ein Zitat von Kris Kristofferson hinterher: »He’s a walking contradiction, partly truth and partly fiction«. Und dieser »wandelnde Widerspruch« hat dem Tagesspiegel auf die Frage, warum er nicht gleich seine Autobiographie geschrieben habe, geantwortet: »Grauenhaft, ich will ja nicht mein Leben, sondern das alte Westberlin erzählen.«

Der Roman beginnt mit einer krassen Szene, in der ein Mannschaftswagen der Polizei, in Westberlin »Wanne« genannt, über die Beine Piccos fährt und ihm die Knochen zertrümmert. Es ist der 22. September 1981. An diesem Tag stirbt der Hausbesetzer Klaus-Jürgen Rattay, er gerät unt...

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