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27.04.2016 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 10 (Beilage)

»Wer aussperrt, gehört eingesperrt«

Vor 40 Jahren stand der 1. Mai in der BRD ganz im Zeichen der Solidarität mit streikenden Druckern. Diese kämpften gegen staatliche »Lohnleitlinien« und für die Tarifautonomie

Daniel Behruzi

Der 1. Mai vor 40 Jahren war kein gewöhnlicher Maifeiertag. Die Demonstrationen zum Tag der Arbeit standen ganz im Zeichen der Solidarität mit den Druckern. Die ver. di-Vorläuferorganisation IG Druck und Papier hatte wenige Tage zuvor zum Streik für Lohnerhöhungen aufgerufen. Die Unternehmen reagierten mit flächendeckenden Aussperrungen. Der Grund für die Härte: Die Druckergewerkschaft wollte die staatlichen »Lohnleitlinien« ignorieren – also selbst entscheiden, welche Tarifforderungen sie aufstellte. Die Tarifautonomie stand auf dem Spiel.

Hintergrund der Auseinandersetzung war die Krise von 1974/75, die das Ende des Nachkriegsaufschwungs einläutete. Die Zahl der Erwerbslosen schnellte auf rund eine Million hoch – für damalige Verhältnisse ein erschreckendes Niveau. Regierung und Konzerne nutzten die Gelegenheit, die Gewerkschaften unter Druck zu setzen und auf eine »zurückhaltende« Lohnpolitik – sprich: Lohnverzicht – einzuschwören. Das sei notwendig, um...

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