Gegründet 1947 Donnerstag, 25. April 2019, Nr. 96
Die junge Welt wird von 2181 GenossInnen herausgegeben
28.10.2015 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Kommerzielle Diplommühlen

Wie das Freihandelsabkommen TTIP das Bildungswesen verändern wird, steht in den Sternen. Alles bleibt wie gehabt, so die Bundesregierung. Kritiker fürchten Schlimmes

Ralf Wurzbacher

Deutschlands Unichefs geht die Muffe. Im Mai hat die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vor der Gefahr gewarnt, dass höhere Bildung bei der angestrebten Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen den USA und der Europäischen Union unter den Hammer kommt. »Da beiderseits des Atlantiks kulturell verankerte gegensätzliche Auffassungen über die Rolle von Staat und Individuum und ihrer Verantwortlichkeit für die Bildung bestehen«, müsse dieser Bereich »ganz aus den Verhandlungen« herausgenommen und dessen »stärkere Kommerzialisierung (…) im Sinne einer individuell zu finanzierenden Dienstleistung« verhindert werden. Dafür hätten die EU-Kommission, die Bundesregierung sowie die Bundesländer bitteschön zu sorgen.

Berlin gibt Entwarnung. Das geplante Freihandelsabkommen werde für den Bildungssektor in Deutschland »keine Auswirkungen haben, weil es nicht die Absicht der EU oder der Bundesregierung ist, im TTIP-Abkommen Marktöffnu...

Artikel-Länge: 8583 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €