23.09.2015 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Lohndumping unter Palmen

Die Angestellten im Botanischen Garten Berlin wollen für dieselbe Arbeit auch gleich entlohnt werden. Die Auseinandersetzung darum führen sie in kollektiven Verhandlungen und vor Gericht

Claudia Wrobel

Der Arbeitskampf im Botanischen Garten Berlin-Dahlem dreht sich nur vordergründig um mehr Geld. Dahinter steht auch die Frage, wie weit Auslagerungen von Bereichen, die zuvor unter öffentlicher Kontrolle standen, betrieben werden können. Denn die Heimstatt von rund 20.000 Pflanzenarten ist ein 100prozentiger Tochterbetrieb der Freien Universität Berlin (FU). Trotzdem gilt dort nicht mehr für alle der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes der Länder, da die »Betriebsgesellschaft für die Zentraleinrichtung Botanischer Garten und Botanisches Museum« (BG BGBM) im Jahr 2007 ausgegliedert wurde – aus Kostengründen. Die Beschäftigten werfen ihren Vorgesetzten Lohndumping vor, Tarifgespräche sind ins Stocken geraten, die Parteien treffen sich mittlerweile regelmäßig vor Gericht, da einzelne Angestellte neben den kollektiven Gesprächen auch individuell für Verbesserungen kämpfen. Dabei geht es, im Gegensatz zu Tarifgesprächen, um bis jetzt ausgezahlten Lohn.

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