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05.09.2015 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Aus der Bewegung für die Bewegung

Die Initiative »Kunst und Kampf« ist eine Art kulturelles Gedächtnis der Autonomen Antifa. Ihr Ansatz bleibt aktuell

Markus Bernhardt

»Antifa ist mehr als gegen Nazis sein«, war nicht nur in den 1990er Jahren eine gängige Auffassung unter linksradikalen Aktivistinnen und Aktivisten. Tatsächlich zeichnete sich deren Praxis vor Beginn der inzwischen zutage getretenen existentiellen Krise der Autonomen Antifabewegung durch Vielfältigkeit aus. Neben – zum Teil militanten – Protesten gegen neofaschistische Aufmärsche widmete sich das Gros der Antifagruppen dem Kampf gegen deutsches Großmachtstreben, Angriffskriege und rassistische Hetze, die wie heute sowohl am rechten Rand als auch in der Mitte der Gesellschaft verortet wurde. Neben Demonstrationen und Aktionen, die regelmäßig stattfanden, existierte ein dichtes Netz von Autonomen Zentren und selbstorganisierten Freiräumen. In diesem Zusammenhang spielte antifaschistische Kunst und Kultur eine nicht zu unterschätzende Rolle. So gehörten Ausstellungen und Agitprop-Aktionen genauso zum gängigen Repertoire der Antifa wie Konzerte und Lesungen....

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