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05.09.2015 / 0 / Seite 7 (Beilage)

»Wie bei mafiosen Organisationen üblich«

Neonaziterror ist ein ernstes Thema. Die Naturfreunde Berlin setzen bei ihrer Kampagne »Blackbox Verfassungsschutz« gerade deshalb auf Satire und Kommunikationsguerilla

Interview: Gitta Düperthal

George Kaplan ist einer der Aktivisten der Naturfreunde Berlin, die im Frühjahr die Kampagne »Blackbox Verfassungsschutz« gestartet haben. Als Konsequenz aus der Mordserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) fordern sie die Abschaffung des Inlandsgeheimdienstes.

Sie treten im Zusammenhang mit der Satirekampagne »Blackbox Verfassungsschutz« der Naturfreunde Berlin stets unter dem Decknamen George Kaplan auf. Auch im Interview verraten Sie Ihren richtigen Namen nicht. Was hat es damit auf sich?

Es ist so zu verstehen: Bei der Kampagne geben wir uns als fortschrittliche Verfassungsschützer aus, die im Fall der NSU-Morde für Aufklärung sorgen wollen. George Kaplan ist unser Kollektivpseudonym, darunter treten wir alle auf, wenn wir zu diesem Thema sprechen. Wir haben uns gedacht, ein zentrales Problem bei Mitarbeitern des Verfassungsschutzes in diesem Zusammenhang ist: Sie agieren niemals mit Klarnamen, sie berufen sich permanent auf genehmigte A...

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