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05.08.2015 / 0 / Seite 17 (Beilage)

Ein Ort der Solidarität

Im athenischen Viertel Exarchia sind Griechenlands Anarchisten unter sich

Wassilis Aswestopoulos

Ganz Griechenland leidet unter Kapitalkontrollen und faktisch geschlossenen Banken. Ganz Griechenland? Nein, denn neben der Mönchsrepublik Athos hoch im Norden verfügt das Land über ein weiteres, autonomes Viertel mitten im Stadtzentrum Athens: Exarchia. Hier gibt es anders als im benachbarten Kolonaki keine einzige Bankfiliale, geschweige denn einen Geldautomaten.

Exarchia ist fest in der Hand der Anarchisten. Eine verbreitete Vorstellung besagt, dass unter den Jugendlichen, welche täglich ins Zentrum der Anarchie strömen, zahlreiche Kinder großbürgerlicher Familien sind. Die Mütter schoppen in den sündhaft teuren Läden von Kolonaki, wo ein Paar Schuhe oft mindestens den Monatslohn eines Arbeiters kostet, die Väter schlürfen bevorzugt im Da Capo oder in einem der anderen zentralen Cafés von Kolonaki, wo ein einfacher Tee vier Euro kostet, ihren Fredo, und die Kids bevölkern derweil den zentralen Platz von Exarchia, die Plateia, wie es auf Griechisch heiß...

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