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27.05.2015 / 0 / Seite 7

Grundübel Bravheitserziehung

Kleine Menschen stark machen »und heimisch in allem«: Anna Freud (1895–1982) leistete Pionierarbeit für Kinderpsychoanalyse und -therapie

Christiana Puschak

»Ich glaube nicht, dass ich ein guter Gegenstand für die Biographen bin. Nicht aufregend genug. Alles, was man über mich sagen kann, lässt sich in einen Satz zusammenfassen: Sie verbrachte ihr Leben mit Kindern«, schrieb Anna Freud einmal.

Als jüngstes von sechs Kindern des Ehepaares Sigmund und Martha Freud wurde sie am 3. Dezember 1895 in Wien geboren. Nach Berichten ihres Vaters war sein »Annerl« »köstlich frech« und ein oft Unruhe stiftendes Kind. Es sind Charakterzüge, die zu ihrer persönlichen und politischen Lebenskonstante werden sollten und die ihre Leidenschaft für die Entwicklungspsychologie des Kindes begründeten. »Es scheint mir so ein schönes Ziel: das Kind angstlos zu machen und heimisch in allem«, schilderte Anna Freud in einem Brief an Lou Andreas-Salomé ihre Motive. Wie niemand zuvor befasste sie sich intensiv mit den seelischen Befindlichkeiten des Kindes: mit seiner Furcht, seinen Aggressionen, seinen bewussten wie unbewussten Wün...

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