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20.05.2015 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Ins Bein geschossen

Der ruppige Umgang der Amsterdamer Polizei mit Flüchtlingen stellt das hehre Stadtmotto in Frage

Gerrit Hoekman

Es war zugig, es gab kein warmes Wasser und im Winter war es unbeheizt. Aber für gut 120 Flüchtlinge aus Somalia, Jemen, Kongo und Eritrea war das heruntergekommene Parkhaus Kralenbeek in Amsterdam-Zuidoost wie ein Zuhause. Ein Ort, an dem sie den ganzen Tag bleiben konnten und nicht bereits um neun Uhr morgens an die frische Luft gesetzt wurden, wie in den Notasylen der Stadt üblich. In Kralenbeek schliefen sie zwar im Schlafsack auf kühlem Asphalt, aber sie konnten kommen und gehen, wann sie wollten.

Am 13. April hat die Stadtverwaltung von Amsterdam das in »Vluchtgarage« (Fluchtgarage) umgetaufte Parkhaus räumen lassen und den Flüchtlingen auch noch diese erbärmliche Unterkunft geraubt – auf den Tag genau 16 Monate, nachdem die Asylbewerber das Gebäude besetzt hatten. Kralenbeek soll in Kürze abgerissen werden, ein Richter hatte die Räumung deshalb zwei Wochen vorher abgesegnet.

Die meisten Bewohner verließen das Parkhaus freiwillig, als die ...

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