28.05.2014 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Gurren, Surren, Murren

Kinder, Erwachsene, kommt raus aus dem Krautsalat und hört euch »Leiser!« von Café Unterzucker an!

Christof Meueler

Was ist schlimmer als eine CD mit Kinderliedern? Ein Erwachsener, der diese Kinderlieder nachsingt. Scripted Reality im Kinderzimmer, ein Propädeutikum für späteren RTL2-Konsum.

Rettung naht aus dem Café Unterzucker. So heißt eine Münchner Band, deren Musik Kinder und Erwachsene gleichermaßen anhören können, ohne daß sich die einen für die anderen schämen müssen. Die Band spielt einfach »kindische Lieder aus der Nachbarschaft« jenseits aller pädagogischen Belästigungen wie »probiert doch mal das Grünzeug, ihr Kinder«. Kindisch gerecht statt kindgerecht, Musik gegen den Erwartungsdruck, erzieherisch etwas reißen zu müssen. Und wie nebenbei entsteht so extrem charmante Popmusik, der stilistische Begrenzungen matschepampe egal sind.

Bei Café Unterzucker denkt man an Skiffle-Trubel, Dixieland-Frühschoppen, aber auch an Kinks, Pogues oder, wenn’s mal langsam wird, an den Barjazz der frühen Everything but the Girl.

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