28.05.2014 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Das Meer und andere Wunder

Die kleine Form: Der Liedermacher Gerhard Schöne hat Geschichten aus der eigenen Kindheit aufgeschrieben

Jana Frielinghaus

Im Osten sind mehrere Generationen mit seinen Liedern groß geworden. Heute schleppen sie den eigenen Nachwuchs in seine Konzerte. Dabei war die allererste Platte von Gerhard Schöne für Erwachsene. Sie hieß »Spar deinen Wein nicht auf für morgen« (1981). Aber er hat von Anfang an Lieder für Kinder geschrieben, bis heute sind sie seine wichtigste Zielgruppe.

Ich bin ihm das erste Mal im Palast der Republik in Berlin begegnet. Ich war zwölf und neu in der Hauptstadt. Meine erste Fahrt allein mit dem Zug, Besuch bei einer Freundin. Und dort war also dieser Sänger, klein, lange Haare, die oben schon etwas licht wurden, bewaffnet nur mit seiner Gitarre. Er wirkte ziemlich schüchtern und mußte manchmal überlegen, wie sein Lied jetzt eigentlich weiterging. Schon damals sang er vom »F-Tsch-Chhr-q-bumm-Apparat« und »Jule wäscht sich nie«, heute ein echter Gassenhauer.

Erst viel später gab es in seinen Produktionen ausgefeilte A...



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