Gegründet 1947 Mittwoch, 26. Juni 2019, Nr. 145
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18.12.2013 / 0 / Seite 5 (Beilage)

Das Aushängeschild

Inklusion: Dichtung und Wahrheit

Udo Sierck

Spätestens seit der Verabschiedung der UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen macht ein neues Zauberwort die Runde: Inklusion. Jeder Behindertenverein oder Sozialverband, der etwas auf sich hält, schreibt diesen Begriff in seine umformulierte Satzung. Keine Rede eines Funktionärs, in der nicht mehrmals erwähnt wird, wie wichtig Inklusion ist. Und so steht es auch in Papieren aus der öffentlichen Verwaltung und aus politischen Gremien.

Gefühlte Integration

Dichtung und Wahrheit liegen hier eng beieinander. Sprachkosmetik steht hoch im Kurs: So wurde aus der »Werkstatt für Behinderte« die »Werkstatt für behinderte Menschen« – geändert hat sich für die dort Arbeitenden jedoch nichts. Von tariflicher Entlohnung keine Spur. Allerdings ist in den letzten Jahren die Zahl der Erwerbslosen mit Behinderungen kontinuierlich gestiegen. Gleichzeitig nehmen die Plätze in den aussondernden Werkstätten unaufhörlich zu und haben ba...

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