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18.12.2013 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Lebensbedrohliche Verhältnisse

Wie die britische Kürzungspolitik auf Kosten von Menschen mit Krankheit und Behinderung geht

Claude Lessing

Wie schnell beim Ansetzen des Rotstiftes die vermeintliche Leistungsfähigkeit den Maßstab bildet, sah man 2006 im Rahmen der anhaltenden Debatte um Hartz IV. »Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen«, so der damalige Arbeitsminister der SPD, Franz Müntefering. Der Gedanke, daß diejenigen, die nicht lohnarbeitend zur Gesellschaft beitragen, auch keine elementare Versorgung verdient haben, ist so alt wie parteiübergreifend. Gern wird in diesem Zusammenhang von »Sozialschmarotzern« oder »Asozialen« gesprochen, die angeblich auf Kosten der Gesellschaft ein angenehmes Leben genießen. Was diese Ideologie anrichtet, läßt sich seit einigen Jahren nicht nur hierzulande, sondern auch in Großbritannien beobachten. Im Zuge der Krisenverwaltung kürzte dort die Tory-Regierung unter David Cameron die öffentlichen Sozial- und Gesundheitsausgaben, wovon insbesondere behinderte und chronisch kranke Menschen betroffen sind.

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