Gegründet 1947 Montag, 17. Juni 2019, Nr. 137
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11.12.2013 / 0 / Seite 10 (Beilage)

Beklemmend realistisch

Helon Habila hat einen Roman über einen Entführungsfall im Nigerdelta geschrieben und erzählt, was die Ölförderung aus Menschen und Biotop gemacht hat

Jana Frielinghaus

Helon Habilas Stil ist lakonisch, manchmal verhalten romantisch. 2012 erschien im Heidelberger Wunderhorn-Verlag mit »Öl auf Wasser« das erste Buch des 1967 geborenen nigerianischen Romanciers und Journalisten auf Deutsch – und erhielt prompt den Deutschen Krimipreis 2013. Dabei ist der Roman alles andere als ein Krimi im herkömmlichen Sinn. Jedenfalls geschieht kein Mord, und auch die Tätersuche steht nicht im Mittelpunkt. In diesem Buch ist alles kompliziert, facettenreich, düster und verwirrend. Orte des Geschehens sind das ölverseuchte Nigerdelta mit seinen zahllosen Inseln und Mangrovenwäldern und die östlich des weitverzweigten Gewässersystems gelegene Küstenstadt Port Harcourt. Dort wird Isabel Floode entführt, eine Britin, die ihrem Mann, Ingenieur in Diensten einer Ölgesellschaft, erstmals an seinen Arbeitsort nachgereist ist, um, so hofft sie, ihre Ehe zu retten.

Vergiftete Dörfer

Ihr Mann wendet sich nach ihrem Verschwind...

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