Gegründet 1947 Montag, 17. Juni 2019, Nr. 137
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06.11.2013 / 0 / Seite 8 (Beilage)

»Das Affirmationskapellchen im Weltkapitalismus«

Über Twitter, Facebook und den schmutzigen Rest. Ein Gespräch mit Gerald Fricke

Interview: Frank Schäfer

F: Sagen Sie mir, wo die Medien sind. »Ein Tweet verhält sich zum Twittern wie das Produkt der Notdurft zum Prozeß, der es hervorbringt«, schreibt Magnus Klaue im aktuellen konkret. Und Günter Grass hat sich natürlich auch schon in seiner gewohnt wortgewandten Art geäußert: »Scheißdreck«.

Interessante Thesen! Wo finde ich denn die beiden auf Twitter? An Klovergleichen lassen sich sehr schnell und absolut zuverlässig die echten Auskenner erkennen, meine Erfahrung.

F: Okay, aber was ist es, wenn es kein Scheißdreck ist?

Ein ortsunabhängiger Assoziationsraum für Menschen, die sich locker verbunden fühlen und zum Beispiel gemeinsam über die Nobelpreispfeife Grass lachen wollen. Man kann »es« natürlich auch anders nutzen.

F: Der Medientheoretiker Vilém Flusser hat mal das ästhetische Erlebnis als ein Gefühl des Außer-sich-seins beschrieben. Ein Kunstwerk trifft auf ein Individuum, und es entsteht etwas Drittes, da...







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