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06.11.2013 / 0 / Seite 2 (Beilage)

»Die Privatkopie ist nicht kostenlos«

Wie war das noch einmal mit dem Urheberrecht für digitale Medien? Ein Gespräch mit Axel Metzger

Interview: Christof Meueler

F: Als Sie anfingen, Jura zu studieren, haben da Urheberrechtsfragen eine Rolle gespielt?

1993 war das Urheberrecht ein kleines Spezialgebiet, das von sehr wenigen Juristen beackert wurde. Das war eine eingeschworene Gemeinschaft von Verwertungsgesellschaften, Anwälten und Universitätsprofessoren, die relativ einseitig die Interessen der Verwerter transportiert haben. Daß die Interessen der Nutzer jemals eine große Rolle spielen würden, war damals undenkbar.

F: Und auf einmal sprachen alle vom Internet?

Rechtliche Entwicklungen sind immer zeitlich verzögert, weil es eine Weile dauert, bis sich soziale Konflikte in Gerichtsentscheiden oder Gesetzesinitiativen niederschlagen. Erst Anfang der Nuller Jahre wurde das Urheberrecht ein großes Thema an der juristischen Fakultät. Dabei geschah die Regulierung des Urheberrechts auf internationaler Ebene schon viel früher: 1996 beschloß die WIPO, die Welturheberrechtsorganisation, zusätzlichen Rechtsschutz bei Um...





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