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09.10.2013 / 0 / Seite 23 (Beilage)

Intensivkäufer gesucht

Auf das Internet sollen die Kapitalisten schimpfen: Berthold Seliger beschreibt die politische Ökonomie der heutigen Popmusik

Christof Meueler
Can’t stop the music – kann ja sein, aber bezahlt wird nicht. Musiker kriegen in der Regel nur einen Witzbetrag für ihre Arbeit. In Deutschland verdienen sie durchschnittlich knapp 1000 Euro im Monat, wenn sie überhaupt davon leben wollen. Die meisten betreiben ihre Musik als Hobby. 

Wer kann sich ein solches Hobby leisten? Na klar, die Leute mit den Mittelschichtseltern, die auf finanzielle Unterstützung zählen können. In England ist es noch offensichtlicher: 60 Prozent der 2010 in den britischen Top Ten vertretenen Künstler hatten eine Privatschule besucht – 1990 war es nur ein Prozent. Das Proletariat ist in der Musik auf der Strecke geblieben, schreibt Berthold Seliger in »Das Geschäft mit der Musik«, eine recht ernüchternde Bestandsaufnahme der politischen Ökonomie der heutigen Popmusik. 

Seliger ist seit 25 Jahren Konzertveranstalter, er organisierte Tourneen und Konzerte von Calexico, Residents, Lou Re...



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