Gegründet 1947 Dienstag, 18. Juni 2019, Nr. 138
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
09.10.2013 / 0 / Seite 20 (Beilage)

Zeitroman und Epochenstücke

Schriftsteller und Literaturwissenschaftler würdigen Erasmus Schöfer als Meister realistischen Erzählens

Werner Jung

Dieser Autor hat noch stets Literatur in der Bewegung und zugleich in Bewegung verfaßt. Erasmus Schöfers nunmehr auf nahezu fünf Jahrzehnte zurückblickendes literarisches Oeuvre ist stets engagiert, parteilich und kritisch geblieben – realistisch vom Verfahren allemal. Ältere Traditionen der Arbeiterbewegung wie des Bunds proletarisch-revolutionärer Schriftsteller (BPRS) aus den 20er und frühen 30er Jahren des 20. Jahrhunderts schreiben sich in seine Texte dabei ebenso ein wie ein Literaturverständnis, das sich oszillierend zwischen Lukács und Brecht, mit Pendelausschlägen bei Peter Weiss bewegt. Auf den Punkt gebracht, klingt es folgendermaßen: »Der realistische Schriftsteller versucht, Typisches im Individuellen zu treffen.« So O-Ton Schöfer.

In Schöfers Produktion, die immer wieder abgebrochen und unterbrochen worden ist von längeren Zeiten politischen Wirkens in der Gewerkschaft, der DKP, wie auch dem Schriftstellerverba...

Artikel-Länge: 6646 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €