Gegründet 1947 Montag, 17. Juni 2019, Nr. 137
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09.10.2013 / 0 / Seite 17 (Beilage)

Kein Sozialdemokrat

Michael Onfray porträtiert Albert Camus als Anarchisten

Patrick Spät

Der Fußballer Camus und der Boxer Sartre fanden zeitlebens nicht zum gemeinsamen Spiel. 1952 kam es zum endgültigen Spielabbruch, als Sartre Camus’ Buch »Der Mensch in der Revolte« verriß. In dem Buch wandte sich Camus gegen alle Spielarten eines autoritären Sozialismus – und gegen Sartre, der Stalins Gulags als notwendiges Übel ansah. Ein politischer Zwist, der sich schon in den Biographien andeutet: Hier Sartre, der an der Elitehochschule ENS studiert hatte und sich im intellektuellen Paris pudelwohl fühlte. Dort Camus, der als Sohn einer Analphabetin unter ärmlichen Verhältnissen in Algerien aufgewachsen war und die Natur feierte. Bernhard-Henri Lévy veröffentlichte 2000 seine umfängliche Sartre-Biographie, in der Camus gar nicht gut wegkam. Nun holt der hedonistisch-atheistische Philosoph Michel Onfray zum Gegenschlag aus und legt eine aufschlußreiche Camus-Biographie vor – rechtzeitig zum 100. Geburtstag...

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