Gegründet 1947 Donnerstag, 15. April 2021, Nr. 87
Die junge Welt wird von 2500 GenossInnen herausgegeben
18.09.2013 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Rebellen wider Willen

Deutschlands teuerste Großstadt: Münchner Mieten zwingen brave Bürger, Künstler im Rentenalter und Fußballfans zum Protest. Neue Kappungsgrenze beruhigt die Lage nicht

Claudia Wangerin

Wer die Mieten der Landeshauptstadt kennt, mag es kaum glauben – aber das Recht auf eine angemessene Wohnung hat in Bayern tatsächlich Verfassungsrang. Einklagbar ist es in der Praxis nicht, aber in Artikel 106 der Landesverfassung wird es jedem Bewohner des Freistaates zugestanden. Darauf berief sich etwa Beatrix Zurek vom Münchner Mieterverein auf einer Demonstration am 29. Juni in Deutschlands teuerster Großstadt. Gemessen an der Zahl der betroffenen Bewohner war die Teilnehmerzahl bescheiden: Weniger als 1000 Menschen hatten sich in der Fußgängerzone der 1,4-Millionen-Einwohner-Stadt versammelt. Darunter allerdings auch solche, für die es noch vor wenigen Jahren kein Thema war, für oder gegen etwas zu demonstrieren. Nicht unbedingt Niedriglöhner, aber Menschen, denen es nicht egal sein kann, wenn der Quadratmeter Wohnfläche bei Neuvermietung 14 Euro oder mehr kostet. »Rebellen vom Wohnzimmertisch« nannte der konservative Münchne...

Artikel-Länge: 6402 Zeichen

Dieser Beitrag ist gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Mit einem Onlineabo tragen Sie dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Für Unentschlossene gibt es die Tageszeitung junge Welt auch am Kiosk, für 1,90 € wochentags und 2,30 € am Wochenende. Alle belieferten Verkaufsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Vollen Zugriff auf alle Artikel bietet das Onlineabo. Jetzt bestellen unter www.jungewelt.de/abo.

Unverzichtbar! Jetzt junge Welt stärken.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

20,60 Euro/Monat Soli: 27,60 €, ermäßigt: 13,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €