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18.09.2013 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Rebellen wider Willen

Deutschlands teuerste Großstadt: Münchner Mieten zwingen brave Bürger, Künstler im Rentenalter und Fußballfans zum Protest. Neue Kappungsgrenze beruhigt die Lage nicht

Claudia Wangerin

Wer die Mieten der Landeshauptstadt kennt, mag es kaum glauben – aber das Recht auf eine angemessene Wohnung hat in Bayern tatsächlich Verfassungsrang. Einklagbar ist es in der Praxis nicht, aber in Artikel 106 der Landesverfassung wird es jedem Bewohner des Freistaates zugestanden. Darauf berief sich etwa Beatrix Zurek vom Münchner Mieterverein auf einer Demonstration am 29. Juni in Deutschlands teuerster Großstadt. Gemessen an der Zahl der betroffenen Bewohner war die Teilnehmerzahl bescheiden: Weniger als 1000 Menschen hatten sich in der Fußgängerzone der 1,4-Millionen-Einwohner-Stadt versammelt. Darunter allerdings auch solche, für die es noch vor wenigen Jahren kein Thema war, für oder gegen etwas zu demonstrieren. Nicht unbedingt Niedriglöhner, aber Menschen, denen es nicht egal sein kann, wenn der Quadratmeter Wohnfläche bei Neuvermietung 14 Euro oder mehr kostet. »Rebellen vom Wohnzimmertisch« nannte der konservative Münchne...

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