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01.06.2013 / 0 / Seite 7 (Beilage)

»Das Programm einer Naziidylle«

Sport, Tiere, Hobbys und faschistische Propaganda: Wie die Nazis die Schülerzeitung Hilf mit! gestalteten. Ein Gespräch mit Benjamin Ortmeyer

Interview: Stefan Malta

Benjamin Ortmeyer, Jahrgang 1952 ist apl. Professor an der Goethe Universität in Frankfurt / Main. Er leitet mit Micha Brumlik die Forschungsstelle NS-Pädagogik.


F: Sie haben die Nazi-Schülerzeitung Hilf mit! untersucht, die vom NS-Lehrerbund (NSLB) herausgegeben wurde. Es geht um »die Indoktrination einer ganzen Generation«, wie Sie im Vorwort schreiben. Wie wollten die Nazis Teenager beeindrucken?

Die Schülerzeitschrift Hilf mit! hatte in der NS-Zeit eine Auflage von über fünf Millionen Exemplaren. In der Studie geht es um Fragen wie: Welche Inhalte, welche graphischen Mittel, welche subtilen Methoden gab es, um die Nazipropaganda so erfolgreich zu machen? Das ist gar nicht so einfach, da anders als im Propagandablatt Der Stürmer gerade die an 11- bis 16jährige Jugendliche gerichtete Propaganda als Erzählung, kleine Geschichten, Informationen und so weiter daherkam. All dies wurde eingepackt in ein ganzes Programm der Idylle, einer gar ni...



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