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01.06.2013 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Der Rennpferdezüchter

Bestsellerautor Precht ruft zur »Bildungsrevolution«. Zur Charakterisierung seiner Vorschläge wäre schon »reformatorisch« ein großes Wort

Jana Frielinghaus

Nein, unter einer Revolution ist es nicht zu machen. Denn es geht ja um »unsere Kinder« und damit die Zukunft der Gesellschaft. Meint Richard David Precht in seinem nach eigenen Angaben »mit der Glut des Apostels« geschriebenen neuen Buch über den »Verrat des Bildungssystems« an ihnen. Es ist seit gut einem Monat auf dem Markt, seither hagelt es Verrisse. Ungeachtet dessen werden aus Anlaß der Publikation reihenweise Talkshows zum Thema Bildung veranstaltet, in denen der smarte Herr Precht sagt, was gesagt werden muß. Für unsere Kinder, die unter einer »Bildungskatastrophe« leiden.

Keine Frage, sie leiden wirklich: Unter dem Joch brechend voller Curricula; unter dem absurden Bildungsföderalismus mit 16 verschiedenen Lehrplänen in Zeiten, in denen von ihren Eltern maximale Mobilität verlangt wird; unter der skandalösen Auslese, die schon Zehnjährige zu Verlierern oder Gewinnern stempelt und so fort.

All das...



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