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15.05.2013 / 0 / Seite 6 (Beilage)

Zum Hobby degradiert

In Österreich muß der wissenschaftliche Nachwuchs sehen, wie er über die Runden kommt. Die Doktorarbeit verkommt dabei zur Nebensache

Barbara Blaha, Salzburg

Im vergangenen Jahrzehnt wurde die österreichische Hochschullandschaft maßgeblich umgestaltet. Mit dem Universitätsgesetz 2002 und den tarifvertraglichen Regelungen wurden auch die Rahmenbedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs verändert. Allerdings nicht zu deren Vorteil. Die wissenschaftliche Karriere wird für den Einzelnen zum Hasardeurspiel.

Wer heute eine wissenschaftliche Karriere anstrebt, braucht daher vor allem eines: Eine hohe Frustrationstoleranz. Die Umstände, unter denen der wissenschaftliche Nachwuchs seine Forschung betreibt, gestalten den zeitgerechten Abschluß als Herausforderung. Christoph Kratky, der Präsident des Forschungsförderungsfonds, einem der wichtigsten Geldgeber für wissenschaftlichen Nachwuchs in Österreich, faßt die Situation wie folgt zusammen: Eine überwältigende Anzahl der Dissertationen werde »quasi in der Freizeit verfaßt, mit schlechter Betreuung und ohne Finanzierung. Entsprechend spät werden die Leute ...

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