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08.05.2013 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Tief im Sumpf

Das Oberlandesgericht München hat die Verhandlung gegen Beate Zschäpe und vier ­mutmaßliche NSU-Unterstützer eröffnet. Der Kampf um Aufklärung ist jedoch weitgehend verloren

Sebastian Carlens

Im November 2011 erfuhr die Öffentlichkeit erstmals von der Existenz einer rechtsgerichteten Terrorgruppe namens »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU). Die Informationen kamen scheibchenweise; alles begann mit dem Tod zweier Bankräuber im sächsischen Eisenach am 4. November – nach einem Überfall verschanzten sich dort Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in einem Wohnmobil. Eine Polizeistreife entdeckte nach einer Schießerei schließlich zwei tote männliche Personen. Über die letzten Minuten im Wagen gibt es unterschiedliche Angaben: Zunächst war von einem Doppelselbstmord die Rede, später hieß es, Mundlos habe erst seinen Komplizen, später sich selbst erschossen; angeblich, weil eine Maschinenpistole, die zur Verteidigung gegen die anrückende Polizei eingesetzt werden sollte, eine Ladehemmung hatte. Die Beamten fanden allerdings ein ganzes Arsenal an einsatzbereiten Waffen im Wohnmobil, darunter auch eine Pistole, die ihren eigenen äh...

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