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08.05.2013 / 0 / Seite 2 (Beilage)

»Zu früh, sich hier endgültig festzulegen«

Hat sich der NSU selbst aufgelöst? Nebenklage will im Prozeß auch mögliche Tatbeiträge von Staatsbediensteten zum Thema machen. Ein Gespräch mit Angelika Lex

Interview: Claudia Wangerin

Angelika Lex ist Anwältin der Nebenklage im Münchner Prozeß gegen Beate Zschäpe, André Eminger, Holger Gerlach, Ralf Wohlleben und Carsten Schultze, denen vorgeworfen wird, die terroristische Vereinigung »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) gegründet bzw. unterstützt zu haben. Die über 70 Nebenkläger sind Angehörige der zehn Opfer der bundesweiten NSU-Mordserie, Überlebende der Sprengstoffanschläge in Köln 2001 und 2004 sowie ein Polizist, der 2007 einen Mordversuch in Heilbronn überlebte, während seine Kollegin starb. Lex vertritt zusammen mit Rechtsanwalt Yavuz Narin die Angehörigen von Theodoros Boulgarides, der 2005 in München erschossen wurde.


Der Prozeß gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Unterstützer des NSU kann zwei Jahre oder länger dauern. Sie haben neulich erklärt, das Gericht sei zwar »kein Super-Untersuchungsausschuß«, hätte aber die Chance, »auch das Versagen in den eigenen Reihen, staatlich...

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