Gegründet 1947 Sa. / So., 19. / 20. Oktober 2019, Nr. 243
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14.03.2013 / 0 / Seite 16 (Beilage)

Die Zerfetzung des Seins

Besprechung eines Buches, das ich nie gelesen habe, in vierzig Minuten

Synke Köhler

Dieses Buch, »1913: Der Sommer des Jahrhunderts«, ist der dritte »Roman« von Florian Illies. Und es ist sein bester. Das vorweg. 1913 war der Sommer vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Bert und Kast, die Hauptfiguren, die diesen Sommer nach bestandenem Gymnasium gemeinsam verbringen, vor den Toren von Wien. Von denen einer nicht aus dem Krieg zurückkehren wird.

Illies beschreibt Charaktere, die sich nach Heldentum verzehren, nach der Entdeckung neuer Welten sehnen und denen »die Fruchtbarkeit aus dem Bauch springt«. Die nicht wissen, wohin mit sich. Kast, der, als er aus dem Krieg zurückkehrt, Berts Tagebücher findet, sich verraten fühlt vom Krieg und vom Freund. Und der einen Sommer heraufbeschwört, immer wieder und immer wieder in Gedanken umschreibt, daß es am Schluß der Sommer des Jahrhunderts ist. Und das ist er auch, denn durch die Beschäftigung mit diesen sieben Wochen wird er es.

Illies läßt Bert sagen: &...



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